Was noch kommt

Apparat ist nach dem Schichtenmodell aufgebaut — jede Schicht funktioniert für sich, jede höhere ergänzt die darunter­liegende. Heute laufen die Schichten 0 bis 3 vollständig; die Web-Oberfläche der Schicht 4 ist in Teilen nutzbar — siehe Bedienung in der Web-Oberfläche. Diese Seite skizziert, was darüber hinaus noch kommt.

Status der Schichten

Schicht Thema Status
0 Dateien und Kommandos Fertig
1 Parser und Graph Fertig
2 Semantische Suche Fertig
3 KI-Dialog Fertig
4 Web-Oberfläche Teilweise nutzbar

Jede Schicht funktioniert ohne die darüber liegenden. Wenn Schicht 2 nicht läuft, gibt es trotzdem Schicht 1. Wenn Schicht 1 nicht läuft, gibt es trotzdem Schicht 0. Die unterste Schicht verlangt nichts weiter als einen Texteditor und deinen Willen.

Schicht 1 — Parser und Graph (fertig)

Was da ist:

Der Graph ist die Grundlage für alles Folgende. Er muss jederzeit verlustfrei aus den Markdown-Dateien rekonstruierbar sein — das ist Teil der Zukunftssicherheits-Garantie.

Schicht 2 — Semantische Suche (fertig)

Was da ist:

Nützlich vor allem dann, wenn du viele Notizen hast und nicht mehr weißt, wie du sie benannt hast, dich aber an das Thema erinnerst.

Schicht 3 — KI-Dialog (fertig)

Schicht 3 besteht aus drei eigenständigen Komponenten, die unabhängig voneinander entwickelt werden und auch unabhängig voneinander ausfallen dürfen:

Schreibassistenz (fertig). Während du eine Notiz schreibst, identifiziert ein klassisches Sprach­erkennungs-Modell (kein Sprach­modell, kein Cloud-Aufruf) die genannten Personen, Orte und Organisationen und gleicht sie gegen den Vault ab. Das Ergebnis sind Vorschläge in drei Klassen: bekannter Treffer („das ist diese existierende Entität, verlinken?"), nahe Übereinstimmung („meinst du …?"), neuer Vorschlag („als person anlegen?"). Du entscheidest pro Vorschlag — Apparat führt nichts selbst aus. Im Terminal verfügbar als ner suggest; im Editor der Web-Oberfläche erscheinen die Vorschläge im Tab Beziehungen, während du schreibst — siehe Vorschläge beim Schreiben.

Vokabular-Konsolidierung (fertig). Wenn du einen neuen Beziehungs­typ arbeitet_bei einführst, obwohl works_at bereits existiert, fragt Apparat: „Meinst du das selbe?" — analog für Entitäts­typen und Tags. Das verhindert, dass dein Vokabular über Jahre zerfasert. Inline beim Anlegen oder Bearbeiten einer Notiz, oder explizit über die Audit-Kommandos consolidate type und consolidate relation. Mehr zu den Verfahren dahinter: Ähnlichkeit.

Chat (fertig). Der eigentliche Dialog mit dem Vault: ein lokales Sprachmodell beantwortet Fragen, indem es selbständig durch deine Notizen sucht — Suche, Ähnlichkeit, Beziehungs-Nachbarschaft, Lesen einer Notiz, Pfad-Suche im Graph („wie hängen X und Y zusammen"), Lücken-Suche („welche Personen haben keinen Arbeitgeber-Eintrag"). Folgefragen werden verstanden; Quellen werden mit ihrer NanoID zitiert; die Antwort kommt Wort für Wort. Die Bedien­kommandos sind unter chat versammelt: chat start eröffnet eine Sitzung, chat continue setzt sie fort, chat ask ist der skript-taugliche Single-Shot.

Konversationen sind ephemer: sie liegen in einem vault-lokalen Speicher, nicht in den Markdown-Dateien. Wer einen Dialog behalten will, schreibt ihn mit chat export als Notiz vom Typ conversation in den Vault. Wer nur die fachliche Substanz einer einzelnen Antwort als eigene Notiz festhalten will, nutzt chat synthesize: das Modell formuliert die Antwort kontext­frei um, schlägt Titel und Typ vor und schreibt eine Notiz mit Quellen­angaben — der eigentliche Akkumulations-Loop, in dem Dialog zu Wissen wird.

Das Sprach­modell läuft lokal oder im eigenen LAN — wahlweise im Container oder auf einem dedizierten Inferenz-Host. Kein Cloud-Aufruf, kein Daten­abfluss. Lokale Souveränität ist hier nicht ein Feature, sondern Voraussetzung.

Erweiterungen, die offen bleiben. Die drei Säulen sind funktional fertig, einige Komfort- und Tiefen-Erweiterungen warten aber bewusst auf späteren Bedarf — etwa Beziehungs-Erkennung beim Schreiben („Maria arbeitet bei Tollwerk" als implizite Kante), Inverse-Pärchen-Vorschläge in der Konsolidierung („zu works_at gehört employs"), oder Schema-Lernen pro Typ („Personen tragen üblicherweise auch ein email-Feld"). Die vollständige Liste mit Begründung pro Punkt liegt im Backlog des Projekts, Abschnitt Schicht 3.

Schicht 4 — Web-Oberfläche

Was die Web-Oberfläche heute leistet, beschreibt das eigene Kapitel Bedienung in der Web-Oberfläche. Diese Skizze nennt, was über den heutigen Stand hinaus geplant ist:

Schicht 4 ist die, in der sich Apparat für die meisten Nutzer „anfühlt". Sie ist aber auch die optionalste — wer die Kommandozeile oder einen externen Editor bevorzugt, kommt ohne Schicht 4 vollständig aus.

Offene Entwurfsfragen

Einige Themen warten auf höhere Schichten:

Zum Projekt

Apparat ist ein rein privates, nicht-öffentliches Projekt. Der Quellcode samt Spezifikation liegt unter code.tollwerk.net/joschi-kuphal/apparat; das Repository ist nicht für Außenstehende zugänglich, Beiträge von außen sind nicht vorgesehen.