shell

apparat shell öffnet eine interaktive Sitzung, in der du Kommandos ohne den apparat-Präfix tippst. Mandant und Vault werden einmal gebunden, danach laufen alle Kommandos gegen genau diese Auswahl — und merklich schneller, weil die Sitzung nur einmal startet, statt für jeden Aufruf neu hochzufahren.

Wofür ist das?

Aufruf

apparat shell                      # Mandant automatisch wählen oder abfragen
apparat shell recherche            # Sitzung direkt für den Vault „recherche"

Ohne weiteres Argument bindet die Shell den Mandanten automatisch, wenn es nur einen gibt. Gibt es mehrere, fragt sie interaktiv nach. Du kannst den Mandanten auch direkt angeben:

apparat shell <mandant>            # Mandant fest wählen
apparat shell <mandant> recherche  # Mandant und Vault zugleich

Was es mit Mandanten auf sich hat und wie du die automatische Wahl prüfst, steht unter Das apparat-Kommando.

In der Sitzung

Eingaben werden wie gewohnte Kommandos behandelt, nur ohne apparat davor — entity list, vault validate, vector stats. Daneben gibt es eine Handvoll eingebauter Befehle:

Eingabe Wirkung
use <vault> bindet einen Vault; er wird an jedes Kommando weitergereicht, das eine Sammlung braucht
vault zeigt den aktuell gebundenen Vault
help / ? zeigt die eingebauten Befehle und alle verfügbaren Kommandos
exit / quit beendet die Sitzung (auch Strg+D)

Eine Übersicht aller verfügbaren Kommandos bekommst du jederzeit mit help — dieselbe nach Namespace gruppierte Liste, die apparat ohne Argumente zeigt, beschränkt auf das, was in der Sitzung sinnvoll läuft (das host-seitige Einrichten von Mandanten taucht hier also nicht auf). Der Eingabe-Prompt (apparat(recherche)>) ist farblich hervorgehoben, damit er sich klar von der Ausgabe abhebt.

Der gebundene Vault landet automatisch als Sammlungs­auswahl in jedem Kommando, das eine solche kennt — du musst sie nicht erneut angeben. Gibst du in einem einzelnen Kommando doch eine andere an, hat diese Vorrang. Kommandos, die gar keine Sammlung brauchen, bleiben unberührt.

Beispiel

apparat shell recherche
✅ Bound vault "Recherche".
apparat(recherche)> entity list
Vault "Recherche" — 12 entities
…
apparat(recherche)> use archiv
✅ Bound vault "Archiv".
apparat(archiv)> vector stats
…
apparat(archiv)> exit

Ein einzelner Fehler beendet die Sitzung nicht: Ein unbekanntes Kommando oder ein nicht auffindbarer Vault wird gemeldet, danach kannst du weitertippen.

Skriptbarer Betrieb

Wird die Eingabe aus einer Datei oder Pipe gespeist statt aus dem Terminal, liest die Shell die Befehle Zeile für Zeile ab und beendet sich am Ende der Eingabe. So lässt sich eine Folge von Kommandos in einem einzigen Start abarbeiten:

printf 'use recherche\nentity list\nexit\n' | apparat shell

Was nebenbei wichtig ist

Die Sitzung läuft im Web-Container des gewählten Mandanten. Voraussetzung ist daher, dass dieser Container läuft (docker compose up -d); andernfalls bricht der Aufruf mit einer entsprechenden Meldung ab. Dafür stehen in der Shell auch die Kommandos zur Verfügung, die sonst automatisch in den Container delegiert werden — etwa die Bedeutungssuche oder der Chat —, ohne dass je eine zweite Container-Sitzung geöffnet wird.