vector
Der vector-Namespace deckt die semantische Suche ab — Apparat findet Notizen nach Bedeutung, nicht nur nach Wörtern. Dafür übersetzt es jede Notiz in eine numerische Repräsentation und speichert sie in einem Vault-lokalen Vektor-Index. Such- und Ähnlichkeitsanfragen vergleichen dann diese Repräsentationen miteinander.
Eine Einordnung in die anderen Ähnlichkeits-Verfahren von Apparat steht in den Grundbegriffen.
Die vector-Kommandos in diesem Namespace decken Wartung und Diagnose ab — die alltäglichen Such- und Ähnlichkeitsabfragen laufen über die entity-Kommandos: entity search --semantic / --hybrid und entity similar.
Bedienkommandos
vector ping— prüft, ob der Embedding-Dienst erreichbar ist und das konfigurierte Modell geladen hat.vector stats— Modell, Abdeckung und Dateigröße des Vektor-Index für einen Vault.vector drift— listet die Entitäten auf, die noch nicht im Index stehen (Backlog für den Hintergrund-Worker).vector rebuild— den Index inkrementell oder vollständig neu aufbauen. Verwaiste Einträge (Entitäten weg, Eintrag noch da) werden im Zuge des regulären Laufs mitentfernt.vector search— roher Blick in den Index: die nächstgelegenen Abschnitte zu einer Anfrage mit ihrer Distanz, ohne Zusammenfassung pro Notiz. Diagnose-Werkzeug für die Bedeutungssuche.
Neue oder geänderte Notizen werden im Hintergrund automatisch nachindexiert; gelöschte werden aus dem Index entfernt. vector stats und vector drift machen den jeweiligen Stand sichtbar.
Voraussetzung: Embedding-Dienst
Apparat liefert den Embedding-Dienst als Container mit. Das Modell wird beim ersten Hochfahren einmalig heruntergeladen — danach läuft alles offline.
docker compose up -d ollama docker compose exec ollama ollama pull jina/jina-embeddings-v2-base-de
Das Modell bleibt in einem persistenten Container-Volume — spätere Neustarts oder Rebuilds verwerfen es nicht. Auf Wunsch lässt sich der Embedding-Dienst auch auf einem dedizierten Inferenz-Host im LAN betreiben (siehe APPARAT_EMBEDDING_ENDPOINT).
Verhalten bei Ausfall
Wenn der Embedding-Dienst nicht erreichbar ist, blockiert das nicht den Rest von Apparat — die Dateiebene und die Volltextsuche funktionieren weiter. Lediglich Bedeutungssuche und das automatische Nachindexieren stehen still, bis der Dienst zurück ist. Diese Aufteilung in unabhängige Schichten ist Designprinzip — Apparat fällt schrittweise zurück, statt komplett auszufallen.
vector ping ist die schnellste Möglichkeit, den aktuellen Status zu prüfen.