Technik der Schichten

Das Schichtenmodell erklärt, warum Apparat in Stufen aufgebaut ist. Diese Seite nennt zu jeder Schicht die konkreten Bausteine und sagt in einem Satz, was durch sie entsteht. Wer Apparat nur benutzt, braucht das nicht zu wissen — wer verstehen will, was unter der Haube läuft, findet hier den Querschnitt von unten nach oben.

Schichten 0 bis 3 sind heute fertig. Schicht 4 ist in Teilen umgesetzt — die dort genannten Technologien sind die aktuell präferierten Festlegungen.

Schicht 0 — Rohdaten und Kommandos

Schicht 0 ist selbst gestaffelt: ein universeller Konventionskern, der nur Editor und Festplatte verlangt, eine PHP-Anwendung obendrauf für die ergonomische Bedienung, und optional ein Container für den portablen Betrieb. Die ersten Bausteine sind kein Apparat, sondern Vereinbarungen, die jedes Werkzeug einhalten kann.

Konventionen — nichts außer Editor und Festplatte nötig

Bis hierher gibt es kein Programm. Ein Vault, der diese Konventionen einhält, ist mit vim, cat, git oder dem Dateimanager vollständig bedienbar — auch ohne dass Apparat je installiert war.

Apparat als Programm — PHP-Anwendung über den Konventionen

Ab hier braucht es eine PHP-Laufzeit. Die Anwendung pflegt die Konventionen oben — sie definiert sie nicht.

Container — optionaler Betrieb

Was dadurch entsteht: Ein vollständig benutzbares Notizsystem. Anlegen, Lesen, Verknüpfen, Umbenennen, Löschen, Suchen — alles funktioniert allein mit den Dateien und der CLI.

Schicht 1 — Parser und Graph

Liest die Markdown-Dateien systematisch aus und legt einen schnellen Lesezugriff darüber. Der Index ist jederzeit verlustfrei aus den Dateien rekonstruierbar.

Was dadurch entsteht: Schnelle Listen, Filter, Nachbarschaftsabfragen und Konsistenzprüfungen — entity list, entity show, vault validate, Erkennung kaputter Links und verwaister Assets. Der Graph ist gleichzeitig die Datenquelle, aus der die höheren Schichten ihren Kontext ziehen.

Schicht 2 — Semantische Suche

Macht Notizen über ihren Inhalt auffindbar, nicht nur über Titel und Tags.

Was dadurch entsteht: Drei Suchmodi (entity search default-FTS, --semantic, --hybrid) plus k-NN-Ähnlichkeit (entity similar) plus Wartungs­kommandos (vector ping/stats/drift/rebuild/cleanup). Die Datengrundlage, aus der Schicht 3 für gezielte Antworten schöpft, ist damit gelegt.

Schicht 3 — KI-Dialog

Drei eigenständige KI-Säulen, die unabhängig voneinander entwickelt und betrieben werden. Jede darf einzeln ausfallen, ohne die anderen oder die unteren Schichten zu beeinträchtigen.

Säule 3a — NER-Schreibassistenz

Säule 3b — Konsolidierung

Säule 3c — RAG-Chat

Was dadurch entsteht: Drei abgrenzbare KI-Hilfen — eine schnell und nicht-störend beim Schreiben, eine die das Vokabular sauber hält, eine die echte Recherche im eigenen Wissen erlaubt. Alle drei abschaltbar ohne Verlust der darunter liegenden Schichten.

Schicht 4 — Web-Oberfläche

Macht Apparat für Nutzer zugänglich, die die CLI nicht bedienen wollen. Bleibt optional.

Was dadurch entsteht: Apparat in der Form, in der es sich für die meisten Nutzer „anfühlt".

Wie die Schichten zusammenwirken

Jede höhere Schicht liest aus den darunter liegenden, nie umgekehrt:

Diese Einbahn-Richtung — unten trägt oben, oben kann jederzeit ausfallen — ist das, was Progressive Enhancement im Apparat-Sinne konkret bedeutet.