Eine Entität anlegen

Wie kommt Inhalt in einen Vault? Apparat kennt mehrere Anlage-Wege — über die Kommandozeile und in der Web-Oberfläche. Dieser Abschnitt beantwortet die zwei Fragen, die vor dem Anlage-Weg kommen: Was ist mein Inhalt eigentlich? und Wie soll Apparat ihn aufnehmen?

Drei Muster

Inhalt kommt in drei grundsätzlich verschiedenen Formen in einen Vault. Welcher Weg passt, entscheidet eine einzige Frage:

Wenn ich den Notiz-Fließtext entferne — bleibt der Kern des Inhalts erhalten?

Diese Frage trennt eine Notiz, die aus sich selbst lebt, von einer Notiz, die eine andere Quelle begleitet.

Muster A — die Datei ist der Inhalt

Du hast eine Audio-Aufnahme, einen gescannten Brief, ein PDF-Original, ein Foto. Die Datei selbst ist der eigentliche Inhalt; der Notiz-Text gehört darum herum — Kontext, Zusammenfassung, Einordnung, Verweise auf andere Notizen.

Beispiel: Du hast Max Mustermann zum Thema barrierefreie Kontraste interviewt. Die MP3-Aufnahme ist der Kern; das Transkript als TXT liegt daneben. Im Notiz-Text stehen die Hauptaussagen aus deiner Sicht — nicht das vollständige Gespräch.

In diesem Fall legst du eine Notiz an, und die Audio- und Text-Datei werden ihr als Repräsentationen zugeordnet. Die Notiz lebt unter content/, die Repräsentationen unter assets/.

→ Details zu Repräsentationen siehe Asset.

Muster B — die Notiz lebt, die Datei illustriert

Du schreibst ein Reise­journal, eine Konzept-Skizze, eine technische Notiz. Der Notiz-Text ist der Inhalt; ein Foto oder Diagramm illustriert ihn an einer bestimmten Stelle.

Beispiel: Tageseintrag über eine Wanderung. Mitten im Text ist ein Bild der Aussicht eingebettet, mit Beschreibung. Ohne das Bild bleibt der Text vollständig, das Bild verliert ohne den Text seinen Kontext.

Das Bild kommt in den Notiz-Text als eingebetteter Markdown-Link (![Beschreibung](pfad)) und liegt unter assets/. Es taucht nicht im Frontmatter der Notiz als Repräsentation auf — es ist eine Beilage im Fließtext.

Muster C — der Inhalt liegt außerhalb

Du verweist auf etwas, das nicht in deinem Vault leben soll: einen Vortrag auf YouTube, einen Artikel im Web, ein Buch, das du nur referenzieren willst.

Beispiel: Du hast einen Konferenz-Vortrag zu Kontrast­anforderungen gesehen. Du willst dir merken, dass es ihn gibt und was du daraus mitgenommen hast, aber die Aufnahme bleibt da, wo sie ist.

Du legst eine Notiz an und trägst die URL als externen Verweis ins Frontmatter. Im Fließtext steht, warum du dir das gemerkt hast.

Welches Muster passt zu was?

Was hast du? Muster
Eine Notiz, die aus sich selbst lebt Eine normale Notiz, kein Asset
Eine Notiz mit einem illustrierenden Bild oder Diagramm B — Bild als Inline-Beilage im Text
Eine Datei, die der Inhalt ist (Audio, Scan, PDF) A — Notiz mit Repräsentation
Ein Foto, das für sich allein steht A — Notiz mit Repräsentation, kurze Beschreibung im Text
Eine URL, die du nicht herunterladen willst C — externer Verweis
Eine URL, die du archivieren willst C plus manuelle Übernahme als Repräsentation; eine automatische Übernahme ist vorgesehen.

Die Muster schließen sich nicht aus — eine Notiz kann Repräsentationen und Inline-Bilder und externe Verweise haben. Aber pro Asset musst du dich entscheiden, ob es Repräsentation oder Inline-Beilage ist.

Anlage-Wege in der Kommandozeile

Die wichtigsten Kommandos:

Zwischen Repräsentation und Inline-Beilage entscheidet das Kommando: entity attach legt eine Repräsentation an, asset embed legt eine Inline-Beilage an.

Eine Apparat-Gewohnheit, die du bald schätzen wirst: derselbe Inhalt landet nie doppelt im Vault. Wenn du eine Datei einhängst, die identisch zu einer bereits vorhandenen ist, wird die vorhandene wiederverwendet, und Apparat sagt dir das.

Anlage-Wege in der Web-Oberfläche

In der grafischen Oberfläche legst du eine Notiz im Empty-State des Editors an: solange keine Notiz geöffnet ist, ist diese Fläche selbst das Anlage-Formular. Detail siehe Notiz anlegen in der Web-Oberfläche.